12.04.2017

,,Großrevision bei BP Lingen"

Aktuell wird die neue Kolonne für den Stillstand vorbereitet und u. a. mit rund 30 Bühnen ausgestattet, um darauf später arbeiten zu können.
Aktuell wird die neue Kolonne für den Stillstand vorbereitet und u. a. mit rund 30 Bühnen ausgestattet, um darauf später arbeiten zu können.

Abfahren der Anlagen beginnt - möglicherweise Verkehrsbehinderungen im Bereich der BP



Von Mitte April bis Mitte Juni 2017 werden in der BP Raffinerie Lingen alle Anlagen für erforderliche TÜV-Überprüfungen und -Abnahmen sowie für größere Investitionsprojekte abgestellt und im Anschluss wieder angefahren. Abgefahren werden die Anlagen bereits ab der kommenden Woche (KW 15). Für den reibungslosen Ablauf dieser Großrevision seien vier Jahre Planung erforderlich gewesen, erläutert Bernhard Niemeyer-Pilgrim, Mitglied der Geschäftsführung.

„Die Kolleginnen und Kollegen haben in dieser Zeit großen Einsatz geleistet und sind nach wie vor stark eingebunden. Alle Arbeiten sicher und ohne Unfälle zu bewerkstelligen, hat dabei für uns höchste Priorität,“ so Niemeyer-Pilgrim.

Im Vorfeld wurden alle Arbeiten so geplant, dass Geruchs- und Lärmemmissionen für die Anwohner der Raffinerie möglichst vermieden werden. Zu 100 Prozent ist dies aber nicht immer möglich. Umfangreiche Kontrollmaßnahmen während der Revision sollen zusätzlich dafür sorgen, dass eventuelle Unregelmäßigkeiten sofort behoben werden. Dazu Jens Ahuis, Abteilungsleiter Umweltschutz/Behörden: „Fünfzehn Messpunkte, davon elf in Holthausen-Biene, werden von uns zehn Wochen lang drei Mal täglich auf Gerüche überprüft. Zusätzlich liefern uns regelmäßige Schallmessungen Hinweise, ob unsere Lärmschutzmaßnahmen greifen.“ Am Ende sind es über 2.500 Messungen, die durchgeführt und in einem Umweltbericht festgehalten werden.

Dass die Großrevision trotz aller Maßnahmen nicht ganz unbemerkt für die Anwohner über die Bühne gehen kann, erläutert Niemeyer-Pilgrim: „Beim Ab- und Anfahren der Anlagen muss beispielsweise mit einer erhöhten Fackeltätigkeit gerechnet werden.“ Zudem käme in unmittelbarer Umgebung der Raffineriestraße eine mobile Fackel zum Einsatz, die während der Revision vier bis sechs Tage lang Restgase aus dem Flüssiggaslager kontrolliert abbrennt.

Auch mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen muss rund um die Raffinerie gerechnet werden. Ortskundige werden daher gebeten, den Bereich möglichst zu umfahren. Zwar sind keine Straßensperrungen geplant, jedoch kann es insbesondere in den Morgenstunden von 6.30 bis 7.30 Uhr an der Raffinerie-Ausfahrt der Umgehungsstraße B70
deutlich mehr Verkehr geben. Um hier einen Rückstau zu vermeiden, kommt eine mobile Ampelanlage zum Einsatz, die ganz nach Bedarf gesteuert werden kann. Zudem erfolgen temporär weitere verkehrstechnische Maßnahmen wie z.B. Geschwindigkeitsreduzierungen an der Brögberner Straße. Alle Maßnahmen erfolgen in Absprache mit der Polizei und den zuständigen Behörden.

Sollte es trotz aller Maßnahmen zu Beeinträchtigungen der Nachbarschaft kommen, bittet die Raffinerie um Benachrichtigung unter der durchgehend besetzten Telefonnummer 0591-611-2777.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team von
www.wirtschaft-im-emsland.de



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